Historie, ein Blick zurück...
Der 12.03.2001 ist das Datum der Vereinsgründung der elwela. Doch bereits vorher war die Elterninitiative aktiv. Am 26.04.2000 fand das allererste Treffen der elwela statt. Es trafen sich im katholischen Pfarrzentrum in Zusmarshausen zahlreiche Eltern von behinderten Kindern überwiegend aus dem westlichen Landkreis Augsburg, die mit dem schulischen Angebot unzufrieden waren. Als ein von allen bemängeltes Problem stellten sich die Fahrzeiten von bis zu 1 ½ Stunden für die Kinder zu den Sonderschulen heraus. Viele der förderbedürftigen Kinder haben im Wohnort in den integrativen Kindergärten erfahren, dass eine gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern möglich ist.
Konsequenterweise haben sich die Eltern über integrative und dezentralere Formen von Schulangeboten für behinderte Kinder informieren wollen und in der Folgezeit Vorträge und Exkursionen organisiert. Parallel dazu setzte sich die elwela auf verschiedenen politischen Ebenen für die Verwirklichung ihrer Ziele ein:
- Über das Kooperationsmodell informierte mit einem Vortrag der Schulleiter der Magnus-Förderschulen in Holzhausen, Herr Drexl (Juni 2000), im Mai 2001 haben die Eltern eine Informationsfahrt nach Igling in die Grundschule unternommen, die mit einer Schulklasse der Magnus-Förderschulen in Holzhausen kooperiert.
- Über Integrationsklassen hat sich die elwela bei einem Informationsabend mit Herrn Schwarz von der Landesarbeitsgemeinschaft "gemeinsam leben - gemeinsam lernen" (September 2000), sowie bei einer Hospitation in Integrationsklassen in Frankfurt (September 2001) kundig gemacht.
- Mit dem Montessori-Konzept und den Integrationserfahrungen in Montessori-Einrichtungen haben sich Vertreter/innen der elwela bei einer Exkursion in das Montessori-Zentrum in Ingolstadt (Oktober 2000) sowie bei mehreren Kontakten mit der Montessori-Schule in Dinkelscherben vertraut gemacht. Mehrere förderbedürftige Kinder aus den Reihen der elwela wurden ab Herbst 2001 in der Montessori-Schule in Dinkelscherben aufgenommen.
- Seit Mai 2001 stehen Frau MDL Christine Goertz und Herr MDL und stellvertretender Landrat Max Strehle der elwela als Schirmherren zur Verfügung.
- 2000 und 2001 fanden mehrere Treffen im Landratsamt Augsburg statt, an denen neben der elwela und der Landkreisverwaltung das Schulamt und die beiden Förderschulen in Königs-brunn (Brunnenschule und Fritz-Felsenstein-Schule) beteiligt waren. Daneben fanden weitere Treffen mit den Schulämtern im Landkreis Augsburg und im Bezirk Schwaben statt.
- Seit Oktober 2000 nahmen Vertreter/innen der elwela regelmäßig am "Runden Tisch" zur Integration, einberufen von der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Frau Ina Stein, teil.
- Die elwela hat sich an der Petition zur Änderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes beteiligt. Dazu fanden mehrere Treffen mit der Landtagsabgeordneten und Schirmherrin der elwela, Frau Christine Goertz, statt. Außerdem wurden Briefe an verschiedene maßgebliche Landespolitiker gesendet. Am 19.04.2002 fand ein Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten, Herrn Edmund Stoiber, sowie mit dem Kultus-ministerium statt.
- Mit verschiedenen Veranstaltungen wandte sich die elwela an die breite Öffentlichkeit. Diese Veranstaltungen waren stets gut besucht. Am 18.11.2000 fand ein Aktionsnachmittag in der Diedorfer Grundschule statt, der von den Schüler/innen aus Diedorf mit gestaltet wurde. Am 24.01.2001 refererierte Frau Dr. Merz-Atalik auf Einladung der elwela in der Diedorfer Grundschule über die schulische Integration, für einen Vortrag am 01.02.2002 konnte die el-wela Herrn Prof. Dr. Ulrich Heimlich von der Universität München gewinnen.
- Mit gezielten Informationsveranstaltungen versuchte die elwela bestimmte Gruppen auf ihre Ziele aufmerksam zu machen, z.B. mit einer Präsentation auf Schulleiterkonferenzen im Landkreis Augsburg im November 2000, beim "AK Integration" im Behandlungs- und Beratungszentrum der Hessing-Stiftung Augsburg (integrative Kindergärten) im Mai 2001, im Unterricht für Säuglingsschwestern im Haus Tobias (beim Zentralklinikum Augsburg) im Januar 2002 oder bei einer Vorstellung der elwela im Elternbeirat der Fritz-Felsenstein-Schule für Körperbehinderte Königsbrunn im Juli 2002.
- Seit Ende 2000 ist die elwela in Kontakt mit der Universität Augsburg, Lehrstuhl für Päda-gogik mit Schwerpunkt Grundschuldidaktik. An der Universität fand im November 2000 eine Veranstaltung mit Herrn Kühlke, Leiter der integrativen Hamburger Schule an der Gumpprechtstraße, statt. Am 23.10.2002 sprach Frau Professor Stengel-Rutkowski an der Universität über das Thema "vom (Gen-)Defekt zur Vielfalt".
- Auf Initiative der elwela wurde im März 2001 ein "Integrations-Forum" gegründet, ein Zusammenschluss von elwela, Universität Augsburg, Montessori-Schule Dinkelscherben und interessierten Eltern und Fachleuten. Im Integrations-Forum sollen sich Einrichtungen und betroffene Eltern austauschen und gegenseitig unterstützen. Das Integrations-Forum trifft sich in unregelmäßigen Abständen.
- Die elwela hat verschiedene erlebnispädagogische integrative Aktionen für behinderte und nichtbehinderte Kinder organisiert: im Juni 2001 eine Aktion am Anhauser Weiher in Zusammenarbeit mit der Öko-Station Stauden, im Dezember 2001 ein Erlebnistag Wald mit Frau Heinze, einer Biologin und im Juni 2002 eine Familienfreizeit auf dem Sonnenhof, eben-falls unter der Leitung von Frau Heinze.
- Für ein zwangloses Beisammensein der Vereinsmitglieder wurden Sommerfeste, Ausflüge und mehrere gemeinschaftliche Vertilgungen von Speisen und Getränken organisiert.